Die Ball- und Laufschule Bergstraße

ist ein Projekt von kopfleger.de

Im September 2015 startet unser Projekt im städtischen Kindergarten Zwingenberg und in der Melibokusgrundschule Zwingenberg in Kooperation mit dem TuS Zwingenberg und dem Förderevrein des Handballs in Zwingenberg. Mittlerweile sind und waren wir nicht nur in Zwingenberg, sondern auch in Alsbach, Bickenbach, Bensheim und HP/Erbach aktiv.

Die Trainingskonzeption der Ballschule wird in Kooperation mit der bekannten Ballschule Heidelberg durchgefüht, d.h. es wird nach den Zielen und Methoden der Ballschule HD geübt und trainiert. Nachfolgend ein kurzer Auszug der Ziele und Ideen:

„Ziele, Inhalte und Methoden der Ballschule

Was sind die Ziele und Inhalte der Ballschule?

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Prof. Dr. Klaus Roth hat im Jahr 1998 die Ballschule Heidelberg gegründet. Sie soll das frühere Spielen auf den Straßen, Bolzplätzen und Wiesen ersetzen. Die Idee schlug von Anfang an ein wie ein „unhaltbarer Torschuss“. Heute arbeitet die Ballschule mit Kindergärten, Grundschulen und Sportvereinen zusammen und bietet den Kindern die Chance, in freier Form das „ABC des Spielens“ zu erlernen. Dieses Ballschul-ABC soll den Kindern genauso vertraut werden, wie das normale ABC. Ähnlich wie Buchstaben das Baumaterial für Wörter und Sätze bilden, besteht das Ballschul-ABC aus Bausteinen, die in mehr oder weniger allen Sportspielen vorkommen. Die Kinder lernen mit Anforderungen umzugehen, die für die Familie der Sportspiele typisch sind. In diesem Sinne werden sie z. B. geschult „Lücken zu erkennen“, sie verbessern ihre Ballkoordination und lernen die Flugbahn von Bällen einzuschätzen.

Die Ballschule umfasst vier Stufen für Kinder unterschiedlichen Alters. Den Startpunkt bildet die Baby-Ballschule (Stufe 1). Sie beginnt z. T. schon mit Kindern, die gerade das Laufen erlernt haben. In der Regel richtet sich aber die erste Ausbildungsstufe als so genannte Mini-Ballschule auf Klein- und Vorschulkinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren.

Die sportspielübergreifende Ballschule für Grundschulkinder eignet sich vor allem für die 6- bis 8-Jährigen (Stufe 2). Auf der dritten Ebene schließen sich die sportspielgerichteten Ausbildungen an. Sie sind schwerpunktmäßig für 8- bis 11-jährige Kinder gedacht. In der Ballschule wird hier von zwei Gruppierungen ausgegangen, die als Rückschlagspieleund als Zielschussspielebezeichnet werden. Innerhalb der beiden Kategorien werden die Rückschlagspiele-Einzel und die Rückschlagspiele-Mannschaft sowie die Torschussspiele und die Wurfspiele voneinander abgegrenzt.

Die vierte und letzte Stufe betrifft das Spielen in der Freizeit und zu gesundheitlichen Zwecken oder das zielgerichtete Erlernen einzelner Sportspiele. Bei einer konsequenten Umsetzung des Ballschul-Modells werden die (mittlerweile) 11- bis 12-jährigen Kinder also erst nach einer mehrjährigen sportspielübergreifenden und -gerichteten Grundausbildung spezialisiert.“

Die Grundphilosophie der Ballschule besteht aus drei Leitlinien. Die erste betrifft die Entwicklungsgemäßheit. Kinder sind keine verkleinerten Erwachsenen und Vorschulkinder sind keine verkleinerten Grundschulkinder. Daraus folgt, dass die Buchstaben ABC auf den verschiedenen Stufen für unterschiedliche Inhalte stehen. In der Mini-Ballschule werden je 6 elementare motorische Fertigkeiten, einfache Spielfertigkeiten und koordinative Fähigkeiten vermittelt, in den Stufen 2 und 3 geht es um taktische, technische und koordinative Basiskompetenzen. Das nachfolgende Schema zeigt exemplarisch die Inhalte der sportspielübergreifenden Ballschule (Stufe 2). Die 6- bis 8-jährigen Kinder führen Spiele und Übungen zu den dort angeführten 3 x 7-Spiel­aufgaben (= Bausteinen) durch. Der Auswahl und Benennung der Bausteine liegen langjährige Forschungen der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus Roth zugrunde.

Taktik (A)Koordination (B)Technik (C)
Anbieten & OrientierenBallgefühlFlugbahn des Balls erkennen
Ballbesitz individuell sichernZeitdruckMitspielerposition/ -bewegung erkennen
Ballbesitz kooperativ sichernPräzisionsdruckGegenspielerposition/ -bewegung erkennen
Überzahl individuell herausspielenKomplexitätsdruckLaufweg zum Ball bestimmen
Überzahl kooperativ herausspielenOrganisationsdruckSpielpunkt des Balls bestimmen
Lücken erkennenVaribilitätsdruckBallbesitz kontrollieren
Abschlussmöglichkeit nutzenBelastungsdruckBallabgabe kontrollieren

Wer mehr über die Ballschule Heidelberg erfahren möchte, kann sich auf www.ballschule.de informieren.

Die Laufschule

Während die Ballschule nach dem Konzept der Ballschule Heidelberg durchgeführt wird, ist es der BaLLa-Bergstraße darüber hinaus wichtig, verschiedene Lauf- und Bewegungsformen als feste Inhalte in die Spielstunden zu integrieren.
Die Laufschule kommt ursprünglich aus der Leichtathletik und spielt dort als eine Art Techniktraining für das Laufen ein sehr wichtige Rolle. Es geht vor allem um die Koordination von Armen, Beinen und Körper sowie Schnelligkeitsübungen. Das Ziel ist zu lernen, sich ökonomischer und effizienter zu bewegen. In der BaLLa-Bergstraße werden diese Übungen kinder- und altersgerecht in Spiel- und Wettkampfformen durchgeführt z.B. Staffelspiele, Fangspiele etc.

Grundlagentraining

Die Übungen aus dem Lauf-ABC sind grundlegende Technikübungen, mit denen ein jeder seinen Laufstil schulen und aktiv Verletzungsprophylaxe betreiben kann und die man regelmäßig in den Trainingsalltag einbauen sollte. Lauf-ABC-Übungen tragen ihren Namen zu Recht, denn wie das Erlernen des Alphabetes dem Lesen und Schreiben voraus kommt, sind Lauftechnik-Übungen ein Basistraining zur Entwicklung eines kraft- und gelenkschonenden und damit auch ökonomischen und schnellen Laufstils.

Sinn und Zweck

Wenn auch das Laufen intuitiv funktioniert, so ist es doch koordinativ eine anspruchsvolle Bewegungsform. Ein Blick vom Straßenrand auf die Teilnehmer eines Volkslaufs macht dies offensichtlich. Während sich die „Schnellen“ meist harmonisch bewegen, sieht der Laufstil der „Langsamsten“ oft nach Kampf und Krampf aus. Hüftsteifigkeit, krummer Rücken, hängende oder schlenkernde Armen, Fersenaufsatz und Schlurfschritt sind mögliche Merkmale eines Laufstils, der optimiert werden sollte.
Lauf-ABC-Übungen helfen beim Erlernen eines ökonomischen Laufstils und sind Maßnahmen zur aktiven Verletzungsprophylaxe. Das Ergebnis sollten ein verletzungsfreies, harmonisches, leichteres und meist auch schnelleres Laufen sein.

Wirkungsweise

Lauf-ABC-Übungen helfen durch Übertreibung. So wie ein jeder Laufschritt ein kleiner Sprung ist, so sind die meisten Laufschulübungen übertriebene Sprünge. Durch die regelmäßige Durchführung ziehen die übertriebenen Bewegungsmuster ins Untergedächtnis ein und ermöglichen nach und nach die Umsetzung in der alltäglichen Laufpraxis. Ferner stärken die Übungen Muskelgruppen, die bei einem passiven Laufstil vernachlässigt werden. Dysbalancen können die Folge sein und mit der Zeit zu Verletzungen führen. Lauf-ABC-Übungen wirken nicht kurzfristig, sondern müssen über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) regelmäßig praktiziert werden.

Eine Auswahl der wichtigsten Übungen:

Fußgelenksarbeit
Mit nur wenig Vortrieb werden die Knie abwechselnd leicht nach oben geführt. Das Durchdrücken des Fußes wird betont. Die Fußspitze des gehobenen Beines zeigt auf den Boden.
Auch das Aufsetzen des Fußes erfolgt aktiv, mit dem Vorfuß beginnend, berührt auch die Ferse kurz den Boden. Die Arme sind angewinkelt, die Armbewegung unterstützt die Beinbewegung, die Hüfte geht beweglich mit.

Skippings (Kniehebelauf)
Mit hoher Schrittfrequenz und geringem Raumgewinn die Knie nach oben bringen. Oberschenkel und Oberkörper bilden am höchsten Punkt einen rechten Winkel. Der Fußaufsatz erfolgt über den Vorfuß. Die Armbewegung unterstützt die Beinbewegung, die Hüfte dreht beweglich mit.

Hopserlauf
Beim Hopserlauf wird das Knie kraftvoll hoch gezogen. Der Raumgewinn ist gering. Die Arme schwingen aktiv nach oben (nicht nach vorne), greifen in den Himmel und unterstützen aktiv den Absprung. Der Rumpf und Kopf bleiben aufrecht, der Oberschenkel des Schwungbeins wird bis zur Waagerechten gehoben.

Rückwärtslaufen
Das Rückwärtslaufen erfolgt wahlweise mit kurzen Schritten langsam oder langen Schritten schnell. Die Arme werden aktiv bewegt.
Ansprechpartner Ball- und Laufschule Bergstraße

Ihr Ansprechpartner für die BaLLa-Bergstraße:

Daniel Brendle
Sportfachwirt (IHK)
Handballtrainer (B-Lizenz)
TuS Zwingenberg – Stellv. Abteilungsleiter Handball
Kontakt:
0152 / 337 10 373
dbrendle@kopfleger.de

Flyer & Anmeldung